Archiv

Der Barbarenschatz – Geraubt und versunken im Rhein, 28. Juni – 8. November 2015

Vor über 1700 Jahren versank er in den Fluten des Rheins: der „Barbarenschatz“ aus Neupotz bei Speyer. Der einmalige Schatzfund aus dem Rhein wurde Anfang der 1980er Jahre beim Kiesabbau im Altrhein entdeckt und gilt als der größte römerzeitliche Metallfund in Europa. Er umfasst über 1.000 Objekte aus Bronze, Messing, Eisen und Silber und hat ein Gewicht von über 700 kg und ist heute im Eigentum der Gebrüder Kuhn.

Der Fund stammt aus einer Zeit, als sich das Römische Reich in einer schweren Krise befand: Germanen bedrohten die Reichsgrenze. Von Habgier und Not getrieben überwanden sie in der 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts den Limes und drangen in römisches Gebiet ein. Gutshöfe, Siedlungen und sogar Heiligtümer fielen den Plünderern zum Opfer. Auf ihren Beutezügen stießen die Eindringlinge tief nach Südgallien und sogar bis zu den Pyrenäen vor. Vermutlich versuchte eine auf der Lauer liegende römische Flotte, die mit reicher Beute beladenen Eindringlinge auf ihrem Heimweg beim Überqueren des Rheins abzufangen. Dabei versank ein Teil der Beute im Fluss.

Weiterlesen: Der Barbarenschatz – Geraubt und versunken im Rhein, 28. Juni – 8. November 2015

ACHAT – Farbenspiel im Edelstein, 22. März - 7. Juni 2015

Achat – Farbenspiel im Edelstein

Als Theophratos von Eresos, ein Schüler des berühmten Philosophen Aristoteles, im 4. Jh. v. Chr. dem Achat seinen Namen gab, konnte er nicht ahnen, dass er den Stein benannte, der heute in den bedeutendsten Museen der Welt in Form von Steinkunstwerken bewundert wird. Er benannte ihn nach dem Fluss „Achates“ in der Nähe des Orts Acate auf Sizilien, wo man die bunten Steine fand.

Bereits der griechische „Vater der Geschichte“ Herodot berichtete, dass im alten Babylon der Besitz eines Siegelringes aus Achat, Karneol oder Lapis zum guten Ton gehörte. Diese Siegel wurden nicht nur am Finger getragen, sondern auch an einer Schnur um den Hals gehängt, entweder als ein in Metall gefasster flacher Stein oder als ein sogenanntes Rollsiegel mit eingeritzten Schriftzeichen.

Weiterlesen: ACHAT – Farbenspiel im Edelstein, 22. März - 7. Juni 2015

TEEwege – Historie, Kultur, Genuss – 30. Juni - 3. November 2013

Gebäude

Einst galt Tee als Kostbarkeit die nur Kaisern und Mönchen gereicht wurde. Heute ist er ein alltägliches Getränk – und eines der meistkonsumierten weltweit. In seiner rund 5000-jährigen Geschichte wandelte sich Tee vom Luxus- und Heiltrank zum Allerweltsgetränk. Während die Kaiser Chinas den Tee als „Schaum von flüssiger Jade“ priesen, wurde er in Europa zum Getränk der Schöngeister erkoren, eine Zuschreibung, die im Spectator (einer täglich erscheinenden Londoner Zeitung im Jahr 1711) zu der spöttischen Bemerkung führte, der Tee habe „weder die Arroganz des Weines noch das Selbstbewusstsein des Kaffees noch die affektierte Unschuld des Kakaos“.

Weiterlesen: TEEwege – Historie, Kultur, Genuss – 30. Juni - 3. November 2013