Das Gebäude und die Geschichte des Knauf-Museums

Gebäude

Anfang 1688 wurde das heutige Knauf-Museum als Wirtshaus erbaut. Einheimische Meister schufen den ersten Barockbau Iphofens, im Detail noch stark beeinflusst von der ausklingenden Renaissance. Die großen Quadersteine stammen von der Mauer des Schlosses Schwanberg, das während des Bauernaufstandes im Jahr 1525 zerstört wurde.

Das Portal, ist im unteren Drittel mit je zwei Fratzen eingefasst, diese Fratzengesichter wiederholen sich im Scheitelstein; darüber wurde das Jahr der Fertigstellung 1693 eingemeißelt. Iphofen hatte sich mit dem Bau des "gmeiner Statt Wirtzhauses zum geharnischten Mann" viel vorgenommen, und 1707 ging man daran, über die Stallungen des Nebengebäudes das Obergeschoss für Ratssitzungen auszubauen, da das alte Rathaus wegen Baufälligkeit 1716/1718 durch den fürstbischöflichen Baumeister Joseph Greising neu errichtet werden musste.

Erhebliche Summen Verschlang der Bau und auch die Unterhaltung des riesigen Gebäudes, so dass sich die Stadt Iphofen zum Verkauf entschloss. Im Jahr 1723 ging der gesamte Komplex im Tauschweg und mit Aufzahlung von 4200 fl. an die fürstbischöfliche Regierung unter Johann Philipp Franz von Schönborn 1719-1724 über, den sie als Amtshof und Kellerei benutzte. Tauschobjekt war das herrschaftliche Amtshaus in der Vorstadt, jetzt Hotel Zehntkeller.